Untergattung Paludopanchax
RADDA, 1977

Zur Untergattung Paludopanchax gehören:
Fp. arnoldi (BOULENGER, 1908)
Fp. filamentosus (MEINKEN, 1933)
Fp.rubrolabialis (RADDA, 1973)
Fp. robertsoni (RADDA & SCHEEL, 1974)

Der Rotlippen-Prachtkärpfling bewohnt zeitweise austrocknende Sumpfgebiete
in Westkamerun. Dr. Radda sammelte diesen Killi 1972 19 Km nordwestlich
von Mbonge in Restwasserpfützen.
V. Schwoiser fand diese Art in Sumpfgebieten entlang der Straße von
Kumba nach Buea.
Anfang der neunziger Jahre hatte ich das Glück Wildfänge aus der Umgebung
von Malende zubekommen. Die noch jungen Fische entwickelten sich prächtig
und konnten bald zur Zucht angesetzt werden. Fp. rubrolabialis ist ein Killi mit
annueller Vermehrung. Die Lagerzeit der Torfansätze sollte mindestens
acht Wochen sein. Die Zucht mit den Wildfängen lief wunderbar, die Ansätze
wurden nach der genannten Zeit aufgegossen und immer schlüpfte eine
größere Anzahl Jungfische. Auch die Zucht mit der F1 Generation klappte
noch problemlos. Ab der F2 Generation verlängerte sich die Lagerzeit der
Torfansätze kontinuierlich um einige Wochen, so dass nach 4 Jahren die
 Ansätze schließlich 5 bis 6 Monate lagern mussten bis wenige Junge
schlüpften. Irgendwann schlüpfte nichts mehr und die Art war verloren.
Dieses Phänomen trifft wohl auch auf Fp. arnoldi und Fp. robertsoni zu.
Diese Arten sind schon viele Jahre und Fp. rubrolabiale einige Jahre nicht
mehr im Hobby vorhanden. Es scheint als ob bei der Lagerung der Torfansätze
oder bei der Haltung/Ernährung dieser Killis
Fehler gemacht werden, die noch nicht erkannt sind.
Dagegen verläuft die Zucht von Fp. filamentosus, dem Fadenprachtkärpfling,
ohne Probleme über viele Generationen. Die Lagerzeit der Torfansätze
dieser oft recht fruchtbaren Art liegt bei sechs bis acht Wochen und länger.

Fp. robertsoni
Foto: K. Szafranek

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Diese Untergattung der Gattung Fundulopanchax wird zusammengefasst,
weil sich außer Fp. filamentosus wohl keine weitere Art im Hobby befindet.

Das Verbreitungsgebiet von Paludopanchax erstreckt sich über die
Küstengebiete der Länder Benin, mit Fp. filamentosus, Nigeria mit
Fp. filamentosus und Fp. arnoldi sowie Kamerun, mit Fp. rubrolabialis und
Fp. robertsoni. Die beiden letzt genannten Arten beschränken sich auf
Westkamerun. Ob Fp. robertsoni eine Art darstellt oder nur eine Variante
von Fp. robrolabialis ist, sei dahingestellt.

Mit den Arten Fp. arnoldi und Fp. robertsoni habe ich keine Erfahrungen,
so dass ich hier stellvertretend über Fp. rubrolabialis berichten möchte.

Wie schnell sich doch vieles ändern kann. Vor einigen Wochen habe ich noch
geschrieben das Fp. arnoldi schon viele Jahre nicht mehr im Hobby ist.
Jetzt schwimmen bei mir zwei Stämme dieser Art. 
Wenn eigene Erfahrungen mit diesen Killis vorhanden sind, werde ich
an dieser Stelle berichten.

Fp. arnoldi “CI 02 Ijebu Waterside” WF

 Vergleichen Sie diese sehr variable Art!

Fp. arnoldi
Foto: H. Wischmann