Fundulopanchax arnoldi

(BOULENGER, 1908)

 Untergattung: Paludopanchax Artengruppe: Fp. arnoldi

Nach Wildekamp nimmt Fp. arnoldi biologisch und morphologisch eine
besondere Stellung innerhalb dieser Untergattung ein und stellt vermutlich
eine Reliktform dar.

Das Verbreitungsgebiet dieser sehr variablen Art liegt im südlichen und
südwestlichen Nigeria. Wie die großen Fundulopanchax Arten bewohnt auch
Fp. arnoldi periodisch austrocknende Gewässer und hat sein Brutverhalten
diesem Umstand angepasst. 

Während die verwandte Art Fp. filamentosus regelmäßig über viele
Generationen gezüchtet gezüchtet wird  scheint Fp.arnoldi ein Problemfisch
 zu sein, der viele Jahre nicht mehr in unseren Aquarien vorhanden war.
Erst in jüngerer Vergangenheit kamen wieder Importe nach den USA und
Europa.
In der eigenen Anlage konnten die vorhandenen Stämme bisher erfolgreich
vermehrt werden, so dass die Hoffnung besteht sie im Hobby halten
zu können. Wie jedoch die Zucht mit den weiteren Folgegenerationen verläuft
    bleibt abzuwarten. Hier lag in der Vergangenheit das Problem, aus
zahlreich vorhandenen Eiern in den Torfansätzen schlüpften keine Jungfische
mehr und die Art ging wieder verloren.

Zur Zucht werden Paare oder Trios dieser rund fünf cm lang werdenden
Killis in ca. 10 L. fassende Becken auf einer Schicht Torfmull angesetzt.
Nach einer Woche wird der Torf entfernt und für mindestens acht
Wochen trockengelegt. Aufgegossen wird wie üblich mit kühlem
Frischwasser. Die Jungfische sind sehr klein, können aber gleich mit
frisch geschlüpften Artemia-Nauplien angefüttert werden. In den ersten
zwei bis drei Wochen wachsen die Jungen nur langsam. Später um so
 rascher. Nach acht bis zehn Wochen sind vorwüchsige Tiere bereits
geschlechtsreif und könnten zur Zucht angesetzt werden.
  Um gut abwachsende Weibchen zu bekommen sollten sie gleich,
nachdem die Geschlechter erkannt werden können, von den Männchen
getrennt werden.

Fp. arnoldi “Ughelli TR 01”

Fp. arnoldi “CI 02 Ijebu Waterside” WF

Fp. arnoldi “CI 02 Ijebu Waterside” F1

Viele Männchen der F1 Generation zeigen orange gefärbte Flossen.

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Laichkorn von
Fp. arnoldi.

 

 

 

Foto: R. Sonnenberg