Fundulopanchax sp. Korup
Untergattung Paraphyosemion, Artengruppe Fp. ndianus
Schon 1993 berichtete Wildekamp über einen Killi aus dem Korup - National-
park. An dem konservierten Material war jedoch die Farbgebung und die
Körperzeichnung nicht mehr exakt zu erkennen. Anhand einiger schwach
erkennbaren Merkmale bezeichnete er diesen Fisch als A. aff. ndianum.
Erst 2001 konnten Sonnenberg und Freunde drei lebende Exemplare
einführen. Nun war klar zu erkennen, dass Fp. sp Korup eine neue, noch nicht
beschriebene Art ist.

Dieser Killi ist eine stattliche Erscheinung, die Männchen erreichen
acht bis neun cm Körperlänge während die Weibchen etwas kleiner bleiben.
Die Haltung ist unter den für Killis üblichen Bedingungen problemlos.
Nur die Zucht bereitete und bereitet noch einige Probleme. Zumal die Art
nicht sehr produktiv ist und nach bisherigen Erfahrungen von der Natur
vorgegebene Laichzeiten auch im Aquarium einhält. Dies muss durch weitere
Versuche bestätigt oder widerlegt werden.
Um die Erhaltung dieses Killis eine breitere Basis zu geben wurden,
nachdem die ersten Jungen in der eigenen Anlage schwammen, die Wild-
fänge an einen befreundeten Züchter weitergegeben. Auch hier gelang die
Zucht. Die Lagerzeit der Torfansätze beträgt in der Regel acht Wochen.
Wie bei Fundulopanchax üblich werden die Ansätze wieder trockengelegt
und wiederholt aufgegossen. Auch bei diesen späteren Versuchen schlüpften
Jungfische. Werden die recht großen Laichkörner von einem Mop abgesammelt
und auf feuchten Torf gelegt, ist die Entwicklung vieler Eier verkürzt. Nach vier
Wochen sind die meisten schlupfreif. Ein Teil entwickelt sich, wie in
Torfansätzen, verzögert. Es scheint als ob der Zeitpunkt des trockenlegen
den Beginn der Laichentwicklung beeinflusst.
Um den Schlupf zu beobachten legte ich einige vollkommen entwickelte
Laichkörner in eine Schale mit kühlem Frischwasser, während die meisten
Jungfische schlüpften blieben zwei, obwohl sie in den Eiern rotierten, in
diesen “hocken”. Auch mit bekannten Schlupfhilfen waren die Fischlein
nicht aus den Eiern zu locken. So ersetzte ich immer nur das verdunstete
Wasser in der Schale und ließ den Dingen ihren Lauf. Nach drei bzw. vier
weiteren Wochen verließen gesunde und lebensfähige Fische die Eihülle.
Hoffen wir, dass dieser interessante und ansprechende Killi genügend
Liebhaber findet und der Aquaristik erhalten bleibt.
Fundulopanchax sp. Korup

Fp. sp. Korup
wenige Tage nach der Einfuhr

adultes Weibchen