Fundulopanchax marmoratus
(RADDA, 1973)
Untergattung Paraphyosemion, Artengruppe Fp. oeseri
Die Terra typica ist ein Urwaldbach des Meme - River Systems. 16 Km
nordöstlich von Mbonge an der Straße nach Kumba.
Fp. marmoratus ist im Erscheinungsbid Fp. mirabilis ähnlich, doch
meristische Daten trennen diese Arten. Dies wird für den Betrachter besonders
durch die kleinere und anders geformte Dorsale des Fp. marmoratus deutlich.
Fp. marmoratus - aus der Umgebung von Mbonge
Die männlichen Fp. marmoratus aus der Umgebung von Mbonge tragen
alle milchig-weiße Flossensäume, nur selten ist ein geringer Gelbanteil
sichtbar. Die Weibchen sind auf dem Körper dunkelrot gepunktet.
H. Gresens konnte 1988 bei Mundemba eine Population mit gelben
Flossensäumen finden, diese wird allgemein Fp. marmoratus zugeodnet.
Im Gegensatz zu den Weibchen aus dem Meme Gebiet sind die Weibchen von
Fp. sp. GS 1 nicht punktiert. Im selben Biotop wurde ein Killi gefunden der
Fp. oeseri ähnelt. Bis heute ist nicht geklärt ob wir wir es mit zwei Arten
oder mit einer Art, die sich in zwei Phänotypen aufspaltet zu tun haben.
Die Weibchen beider Typen sind optisch nicht zu trennen, so dass bei Zuchten
im Aquarium, mit Wildfangweibchen sowie mit Nachzucht-Weibchen,
immer Männchen beider Typen gemeinsam fallen. Bis die Fragen um diese
Killis geklärt sind wäre es richtiger wieder zu den ursprünglichen
Bezeichnungen Fp.sp. GS 1 (marmoratus Typ) und
Fp. sp. GS 2 (oeseri Typ) zurückzukehren.
Die 2000 in der Umgebung von Kumba gesammelten und unter den
Sammelcodes CMM 42 und CMM 50 verbreiteten Fp. marmoratus
entstammen vermutlich keiner natürlichen Population. Möglicherweise
wurden die Fische durch an Wasserpflanzen haftenden Laich eingeschleppt.
Die Haltung und Zucht aller Stämme ist unproblematisch. Bei Lagerung der
Laichkörner in Wasser schlüpfen die Jungen nach rund 20 Tagen. Werden
Torfansätze trockengelegt können diese nach drei bis vier Wochen
aufgegossen werden.

Fp. marmoratus “CMM 50”
Fp. sp. GS 2