Fundulopanchax scheeli
(Radda, 1970)
Untergattung Paraphyosemion, Artengruppe Fp. oeseri
Unter der Bezeichnung Aphyosemion burundi tauchte 1964 ein Killi in
Deutschland und Östereich auf, der in Färbungs und Zeichnungsmuster
der gelben Morphe des Fp. g. nigerianus ähnlich war. Durch die
größere Zahl der Dorsalstrahlen ist Fp. gardneri aber sicher von “A. brundi”
unterscheidbar. Aus zoogeographischen Grüden konnte der als
“A. burundi” bezeichnete Fisch mit Sicherheit nicht aus Burundi stammen.
Eine gültige Beschreibung sowie eine Fundortangabe des Fisches lag nicht vor,
so wurde dieser von Dr. Radda 1970 zu Ehren des Herrn Dr. Scheel als
Aphyosemion scheeli beschrieben.
Die 1974 von Radda in einem kleinen Bach im CDC Rubber Estate nahe
Akamkpa in Südost Nigeria gesammelte Variante wurde als Unterart
A. scheeli akamkpaense RADDA, 1972 beschrieben.
Dieser Name wurde später als Synonym zu A. scheeli angesehen.
Über die systematische Stellung des A. scheeli akamkpaense schrieb Radda
folgendes:
“Mit der Nominatform A. scheeli bildet A. scheeli akamkpaense eine Art,
welche aus zoogeographischen Gründen einer Form nahe steht, aus der
einerseits die A. gardneri Superspezies anderseits aber die nächstverwandten
Arten A. marmoratum und A. santaisabellae hervorgegangen sind.
Meristische und karyologische Befunde stützen diese Überlegung, und es
kann angenommen werden, dass A. scheeli auch sehr nahe
verwandtschaftliche Beziehungen zur A. calliurum Gruppe aufweist.”
Bei den ökologischen Daten zeigt Radda auf, dass Fp. scheeli gemeinsam mit
Fp. gardneri vorkommt. An der Terra typica wurde außerdem ein
Männchen von C. bivttatum s. s. und E. sexfasciatus gefunden.

Fp. scheeli
Haltung und Zucht gestalten sich wie die von Fp. gardneri