Fundulopanchax spoorenbergi
(BERKENKAMP, 1976)
Untergattung Paraphyosemion, Artengruppe Fp. ndianus
Diese bei vielen Killifreunden beliebte Art wurde 1974 von den
Aquarianern Boelen und Spoorenberg bei der Firma
Roelofs (Amsterdam) in einem Import, der für den asiatischen Markt
bestimmt war, entdeckt. Sie erkannten, dass es sich um eine der
Aquaristik und Wissenschaft bis dahin unbekannte Art handelte.
Alle Erkenntnisse über diese Art stammen von den Importtieren und ihren Nachzuchten. In den
späteren Jahren wurde wiederholt im vermuteten
Verbreitungsgebiet nach Fp. spoorenbergi gesucht, doch ist die Art bis
heute nicht wieder aufgefunden worden. Die Importe stammen von
einem kamerunischen Fänger, der im Grenzgebiet Nigeria/Kamerun
tätig war. Die Literatur gibt keinen Hinweis auf ein Vorkommen in Kamerun,
so dass die Art vermutlich auf Ostnigeria beschränkt ist.

Fp. spoorenbergi
Da diese Killis nun seit 26 Jahren, von wenigen Importtieren ausgehend ohne
Blutauffrischung gezüchtet werden und keine Degenerationserscheinungen
zeigen, lässt den Schluss zu, dass die Art in der Natur nur ein sehr kleines
Areal (wie die anderen Arten der Gruppe auch) bewohnt.
Die Zucht dieser oft sehr fruchtbaren Fische gelingt im allgemeinen leicht.
Als Bodenlaicher bevorzugt Fp. spoorenbergi Torfmull als Laichmedium.
Nach vier Wochen kann der Zuchtansatz zum erstenmal aufgegossen werden.
Gleichgültig ob viele, wenige oder keine Junge schlüpfen, sollte der Ansatz
im Rhytmus von vier Wochen noch zwei bis dreimal aufgegossen werden.
Häufig schlüpfen auch später noch eine größere Anzahl Jungfische.